Grüner Themenabend: Photovoltaik – kann ich das auch?

Mit einer Stromerzeugung von 61 Terawattstunden deckte die Solarenergie 2022 elf Prozent des Bruttostromverbrauchs in Deutschland. An sonnigen Tagen waren es zeitweise sogar über zwei Drittel unseres Strombedarfs. Photovoltaik (PV) spielt in der Energiezukunft eine bedeutende Rolle, darin sind sich alle Experten einig. Immer mehr Bürger fragen sich: Geht das auch bei mir zuhause oder nur auf Äckern und Hallendächern? Was bringt es finanziell und für den Klimaschutz? Was muss ich beachten, wenn ich mit Anbietern Kontakt aufnehme? Auf diese Fragen will der Grüne Themenabend „Photovoltaik – kann ich das auch?“ am Freitag, 17. Februar, um 19 Uhr im Rathaus Barsbüttel (Stiefenhoferplatz 1) Antworten geben.

Das Thema ist angesichts der hohen Energiekosten hochaktuell. Mit fortschreitender Energiewende will Deutschland das „fossile“ Jahrhundert hinter sich lassen, in dem die Bundesrepublik laut dem Fraunhofer Institut jährlich bis zu 90 Mrd. Euro für Öl- und Gasimporte ausgibt. Bis zum Jahr 2030 sollen 80 Prozent des gesamten Stroms in Deutschland aus Erneuerbaren Energien kommen, deshalb hat die Bundesregierung auch die Förderung von PV-Anlagen ausgeweitet. Wer sich ab 2023 eine Solaranlage installiert, profitiert zudem vom Wegfall der Mehrwertsteuer. Die Schleswig-Holsteinische Landesregierung legt außerdem das Förderprogramm „Klimaschutz für Bürgerinnen und Bürger“ neu auf. Seit dem 16. Januar können Förderanträge unter anderem für Photovoltaik-Balkonanlagen eingereicht werden, um die Klimawende in den eigenen vier Wänden einzuläuten.

„Die Energiewende bietet die Chance, aus einer ökonomischen und politischen Abhängigkeit auszusteigen und Photovoltaik hat den Vorteil, dass Privatpersonen sich unmittelbar an Menge, Sicherheit und Kosten der Energierzeugung beteiligen können“, sagt Angela Tsagkalidis, Fraktionsvorsitzende BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN. Die Experten Moritz Manthey (e-Werk Sachsenwald) und Lucas Hallmann (Sol Solution) erklären am 17. Februar worauf zu achten ist. Was gibt es aktuell auf dem Markt? Wie sehen die Förderungen aus? Was kosten solche Anlagen und wie lange dauert das, bis sie auf dem Dach sind? Johannes Schenck und Wenerios Tsagkalidis berichten von ihren Erfahrungen als Solarstrom-Erzeuger und -Nutzer. Der Rathaussaal bietet 120 Personen Platz, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Nach der Präsentation gibt es genügend Zeit für Fragen und einen anschließenden Austausch mit den Referenten und Veranstaltern.

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