Wie können Kommunen eine bezahlbare Energiewende für ihre BürgerInnen schaffen und sie zugleich zuverlässig und sicher mit Energie versorgen? Welche Handlungsmöglichkeiten hat Europa? „100 % erneuerbar in Europa – geht das?“ war Thema unseres eintägigen Seminars am 8. März in Flintbek. Die GRÜNE-Fraktion diskutierte im Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein mit Teilnehmern aus anderen Kommunen, wie eine bezahlbare und zugleich sichere Energiewende zu schaffen ist.
Wir erfuhren, dass Nordeuropa sich zu Recht auf Wasser und Wind fokussiert und Solarenergie eine gute Ergänzung ist. Dass regionale Kooperationen das Abfedern von Stromspitzen EU-weit ermöglichen und so die Bandbreite des eingesetzten Strommixes erweitern. Nur eine ganzheitliche Strategie, die Verkehr, Wärme und Stromversorgung einschließt, führt zu sauberer und bezahlbarer Energie.
Wie können die teuren flexiblen Stromverbrauchsspitzen im Tagesablauf abgefangen werden, wenn der Wind nicht weht oder die Sonne nicht scheint? So lange es an Speichermöglichkeiten fehlt, ist Biomasse eine ausbaufähige Alternative zu den bisher genutzten fossilen Energieträgern. Wie sehr kann eine Veränderung des eigenen Verhaltens Stromspitzen verhindern? Durch den Einsatz smarter Technologien noch mehr als gedacht. Dass Elektroautos das Strom-Problem eher verschärfen und für die Energiewende nicht die Lösung sind, war dagegen keine große Überraschung. Wohl aber, dass sie als flexibler Energiespeicher nützlich sein könnten.
Fraktionschefin Angela Tsagkalidis meint: „Unterschiedliche Voraussetzungen brauchen unterschiedliche Lösungen, dazu haben wir viele Anregungen mitnehmen können. Erfreulich ist, das wir in Sachen Kooperation als Anteilseigner des e-Werks Sachsenwald mit den Nachbarkommunen schon auf einem guten Weg sind und hier ansetzen können.“

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